Dr. Mona Dreesmann: Jedes Kind entwickelt sich anders – wie Sozialpädiatrie unterstützen kann

Shownotes

Entwickelt sich mein Kind seinem Alter entsprechend? Oder braucht es Unterstützung? Diese Fragen stellen sich viele Eltern irgendwann. Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo – doch manchmal entstehen Unsicherheiten: Warum spricht mein Kind später als andere? Ist mein Kind einfach schüchtern oder steckt mehr dahinter? Wann sollte ich ärztlichen Rat suchen? In dieser Folge von „Kasack und Köpfe“ begrüßt André Puchta mit Dr. Mona Dreesmann die Chefärztin des Sozialpädiatrischen Zentrums am Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam.

Sie sprechen darüber, wie Kinder in ihrer Entwicklung begleitet werden können, welche Auffälligkeiten besonders häufig sind und warum eine frühe Förderung oft entscheidend ist. Dr. Mona Dreesmann erklärt verständlich, was ein Sozialpädiatrisches Zentrum ausmacht, welche Rolle Eltern im Diagnoseprozess spielen und weshalb Entwicklung immer im Zusammenhang mit Familie, Kita und Schule betrachtet werden sollte.

Außerdem geht es um Sprachentwicklungsstörungen, ADHS, Autismus, motorische Entwicklung, Frühförderung und die Frage, warum Geduld manchmal genauso wichtig sein kann wie eine gezielte Therapie. Persönlich berichtet Dr. Mona Dreesmann außerdem, weshalb sie sich für die Sozialpädiatrie entschieden hat, was sie von Kindern gelernt hat und welche Momente sie in ihrem Berufsalltag besonders berühren.

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00:00:03: Herzlich Willkommen bei Kassak und Köpfe, dem Podcast aus dem Klinikum Ernst von Bergmann.

00:00:24: Heute geht es um ein Thema das wahrscheinlich jede Familie irgendwann beschäftigt.

00:00:29: Fast alle Eltern stellen dieselben Fragen.

00:00:32: Entwickelt sich mein Kind eigentlich ganz normal?

00:00:35: Warum spricht es noch nicht?

00:00:37: Ist es schlimm, wenn es später läuft als andere?

00:00:41: Oder braucht es vielleicht einfach nur etwas mehr Zeit.

00:00:44: Die gute Nachricht – Kinder entwickeln sich unterschiedlich!

00:00:48: Es gibt keinen festen Fahrplan der für alle gleich gilt.

00:00:52: Gleichzeitig gibt es Situationen in denen eine frühzeitige Unterstützung entscheidend sein kann.

00:00:58: Schätzungen gehen davon aus dass etwa fünfzehn bis zwanzig Prozent aller Kinder im Laufe ihrer Entwicklung Auffälligkeit zeigen sei es beim Sprechen in der Motorik, beim Lernen oder im sozialen Verhalten.

00:01:11: Hinter diesen Zahlen stehen Familien die Orientierung suchen und oft viele Fragen haben.

00:01:17: Genau dafür gibt es sozialpädiatrische Zentren – hier arbeiten Ärztinnen und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen sowie Therapeutinnen und Therapeuten Hand-in-Hand um Kinder individuell zu begleiten und ihre Entwicklung bestmöglich zu fördern.

00:01:33: Wie das in der Praxis aussieht wann Eltern wirklich aufmerksam werden sollten und warum Geduld manchmal genauso wichtig ist wie Medizin.

00:01:42: Darüber spreche ich heute mit Dr.

00:01:44: Mona Dresmann, Chefärztin des sozialpediatischen Zentrums am Klinikum Ernst von Bergman.

00:01:51: Herzlich willkommen!

00:01:52: Ja danke schön, schön dass ich hier sein darf.

00:01:55: Sie sind nicht nur hier liebe Frau, Dr.Dresmann sie sind auch sozusagen die Gastgeberin indirekt unseres Podcast denn wir befinden uns in den Räumlichkeiten des SPZ.

00:02:05: Und wenn Sie heute auf einem Spielplatz stehen würden nach unserer Aufzeichnung, sehen sie dort eigentlich noch spielende Kinder oder schauen Sie automatisch auch mit dem Blick einer Kinderärztin?

00:02:17: Ich freue mich immer sehr, wenn ich an Spielplätzen stehe.

00:02:19: Meine eigenen Kinder sind inzwischen schon volljährig aber ich erinnere mich auch selber gerne daran als ich auf Spielplätze mit denen unterwegs war Und da sehe ich schon immer noch einen Toben.

00:02:31: Was mich besonders glücklich macht im SPZ, wenn ich sage, ziehst du mal deine Schuhe aus und dann fällt der halbe Sandkasten auf den Boden.

00:02:38: Dann weiß ich super das Kind hat heute irgendwo ums Sand gespielt in der Kita oder in der Schule.

00:02:44: Stimmt es eigentlich dass Eltern sich häufig viel mehr Sorgen machen als ihre Kinder?

00:02:49: Ich glaube das kommt so ein bisschen... darauf an, worum es da halt geht.

00:02:53: Also es gibt natürlich durchaus Kinder die auch eine schwere Erkrankung haben, die zum Beispiel jetzt im Jugendlichen Alter auftritt wo sich die Kinder selber schon auch Sorgen machen.

00:03:02: aber klar gerade im Kleinkindalter und auch im Schulalter ist es schon häufig so dass die Eltern halt sehr besorgt sind weil sie natürlich auch sehr häufig von Einrichtungen oder Pädagoginnen und Pädagogen etwas gespielt bekommen, was sie vielleicht so erst mal gar nicht auffällig eingeschätzt hätten.

00:03:20: Von daher ja also ich würde sagen es gibt kaum Eltern die sich im SPZ anmelden, die nicht irgendwo in großer Sorge sind.

00:03:27: Und auch gerade dann wenn Sie auf unsere Homepage gehen und Fragestellungen, Diagnosen lesen das Wort Behinderung fällt da natürlich dann glaube ich machen sich schon sehr viele Eltern große Sorgen auch zu uns zu kommen.

00:03:41: Sie begleiten Kinder oft über viele Jahre und erleben ja auch ihre Entwicklung hautnah mit.

00:03:46: Erinnern sie sich noch daran, warum sie sich ausgerechnet für die Sozialpädiatrie entschieden haben?

00:03:53: Ja also ich glaube ich bin so ein richtiges Urviech der Sozialpädiatrie.

00:03:57: Ich habe nämlich nach meinem Abitur einen Praktikum in einer Kinderreha-Klinik in Santiago de Chile gemacht Und dann war mir klar, ich werde sowieso auf jeden Fall Kinderärztin.

00:04:09: Die Neuropädiatri und die Rehabilitationen sind eigentlich so die Themen, die mich ansprechen.

00:04:14: Ich habe auch meine Doktorarbeit über Kinder mit Spina Bifida in China und Deutschland geschrieben.

00:04:20: Viele Familien befragt.

00:04:23: Für mich ist es einfach ... Jeden Tag komme ich gerne ins SBZ oder in die Kinderklinik.

00:04:28: für mich ein ganz tolles ... fachlich unheimlich spannendes Gebiet, was ein riesiges Fachgebiet ist und macht mir weiterhin sehr viel Spaß muss ich sagen.

00:04:39: Wie lange sind Sie jetzt schon in diesem Bereich tätig?

00:04:41: Ja eigentlich dreißig Jahre würde ich jetzt sagen.

00:04:44: Also die Möglichkeit Kinder- und Familien langfristig zu begleiten hat sie damals schon gepackt.

00:04:49: Jetzt entwickelt ja jedes Kind sich in seinem eigenen Tempo.

00:04:54: Wann wird denn aus einer kleinen Auffälligkeit eine medizinische Fragestellung?

00:04:59: Genau also Wir arbeiten ja ganz eng mit den niedergelassenen Kinderärztinnen und Kinderärzten zusammen.

00:05:06: Und die sind ja immer erst mal die primären Ansprechpartner, auch was das Thema Entwicklung angeht.

00:05:11: Die sind ja auch letztendlich sozialpediatrisch tätig.

00:05:15: Da gibt es halt die Vorsorgeuntersuchungen – das kennen auch alle Familien denke ich, die ein Kind haben.

00:05:20: Und da gibt es dank Phasis Screenings oder auch Richtwerte und die klinische Einschätzung des nieder gelassenen Kinderarztes oder der Kinderärztein.

00:05:29: Und entweder gibt es halt da Auffälligkeiten, dass der Kinderarzt oder die Kinderärztin sagen, ja also das Kind müsste jetzt eigentlich schon weiter sein in der Entwicklung.

00:05:39: Sehr häufig ist es aber auch so weil diese Vorsorgeuntersuchungen doch zeitlich auch einen relativ großen Abstand haben, dass dann zum Beispiel in den Kitas die Erzieherinnen, die sich mit dem Thema Entwicklung finde ich exzellent auskennen, ein Bericht schreiben und den Eltern beim Entwicklungsgespräch sagen, integriert sich nicht gut hier in die Gruppe oder ihr Kind zeigt zum Beispiel so wedelnde Bewegung mit den Händen, so Handstereotypchen.

00:06:07: Das finden wir auffällig.

00:06:08: besprechen Sie doch mal bitte mit Ihrem Kinderarzt wie man das weiter abklären könnte und dann ist es so dass der Kinderarz oder auch die Allgemeinmedizinerinnen uns dann die Kinder zur weiteren Diagnostik überweist.

00:06:20: Also darüber werden wir gleich noch etwas näher sprechen.

00:06:23: Fachleute gehen ja davon aus, dass etwa fünfzehn bis zwanzig Prozent aller Kinder im Laufe ihrer Entwicklung Auffälligkeiten oder Entwicklungsverzögerungen so heißt das zeigen.

00:06:33: Etwa beim Sprechen bei der Motorik oder beim Lernen und da geht es hier auch um einige.

00:06:37: also die gesunde Entwicklung von Kindern ist ein zentrales Thema der Medizin in der Gesellschaft bei uns in Deutschland und bei uns leben rund dreizehn bis vierzehn Millionen Kinder und Jugendliche unter achtzehn.

00:06:48: Also da hätten sie und haben sich viel zu tun.

00:06:50: Genau, also wir haben immer viel zu tun.

00:06:53: Wir haben leider auch für viele Fragestellungen leider längere Wartelisten und dass wir nicht sehr kurzfristig die Kinder hier sehen können.

00:07:02: Insgesamt ist halt unser Auftrag immer zu gucken, okay besteht überhaupt eine Entwicklungsstörung oder eine Entwickierungsverzögerung?

00:07:10: Und wenn ja, warum hat das Kind diese Entwicklungsproblematik?

00:07:14: Also es laufen quasi immer verschiedene Frageställungen in so einem Paralleluniversum und natürlich auch, was kann das Kind eben nicht gut?

00:07:21: Und was kann es besonders gut?

00:07:23: Was sind Stärken von dem Kind.

00:07:25: Wie stark ist die Familie belastet durch diese Problematik?

00:07:29: Ist sie überhaupt belastete?

00:07:30: Das sind immer sehr unterschiedliche Situationen in denen die Eltern hierher kommen.

00:07:35: Manche haben sich schon immer Sorgen gemacht, sind unheimlich erleichtert wenn wir plötzlich zum Beispiel eine genetische Erkrankung diagnostizieren weil die Eltern sagen Wir wussten immer mit unserem Kind stimmt etwas nicht.

00:07:46: Und dann gibt es Eltern, wo eigentlich die ganze Umgebung sieht.

00:07:49: Das Kind ist deutlich Entwicklungsverzögert aber die Eltern weil's vielleicht auch ihr erstes Kind ist haben das ganz anders eingeschätzt und dann sind sie eher sehr bestürzt wenn wir danach unserer Diagnostik sagen ja es besteht eine ausgesprägte Sprachentwicklungsstörung oder wir denken ihr Kind hat Erkrankung mit einer motorischen Bewegungsstörung oder so.

00:08:11: Ja, also viele von ihnen wickeln sich dann völlig unauffällig aber ein Teil der Kinder benötigt besondere medizinische oder therapeutische Unterstützung.

00:08:21: Jetzt hören ja viele Eltern vielleicht heute auch zum ersten Mal von einem sozial-pediatrischen Zentrum.

00:08:27: Möchten Sie uns vielleicht kurz mitnehmen was genau dürfen wir uns darunter vorstellen?

00:08:31: Genau, also die sozialperdiatrischen Zentren gibt es schon relativ lange.

00:08:36: So Ende der sechziger Jahre sind sie entstanden eigentlich mit der Idee dass Eltern mit einem Kind mit einer Behinderung nicht an ganz vielen Orten aufschlagen müssen, ganz viele Fachleute besuchen müssen sondern das ist die sich alle in einem Ort eintreffen oder zusammenfinden und dann gemeinsam das Kind Behandeln können.

00:08:55: Und inzwischen gibt es so in Deutschland ungefähr, ich glaube, hundertsechzig sozialperdiatrische Zentren und wir hier in Potsdam sind inzwischen auch ein relativ großes SPZ.

00:09:06: Wir arbeiten hier mit zwölf verschiedenen Berufsgruppen alle zusammen und was eigentlich ganz toll ist Ich sage immer wir haben Berufsgruppen übergreifen so eine Schwarmintelligenz.

00:09:16: Ich sage immer, jeden meiner Mitarbeiterinnen könnte man nachts um drei wecken und die könnten auf jeden Fall was sagen zu Entwicklungsproblemen, Epilepsie, Zerebralparise.

00:09:25: also da haben wir uns quasi wie so ein gemeinsames Wissen angeeignet und dann hat aber jeder halt eben noch sein Spezialwissen im Bereich Medizin, im Bereich Psychologie, imbereich Sprachentwicklung, motorischer Entwicklung Genau.

00:09:39: Und dann läuft es im Prinzip so ab, dass das Kind bei uns angemeldet wird wie überlegen anhand der Symptome und was die Kinderarzt in Schildern ist.

00:09:54: Dann planen wir quasi die Diagnostik.

00:09:56: Dann kommt das Kind irgendwann mit seinen Eltern zu uns Und dann wird noch mal nachjustiert, dann wird nochmal geguckt.

00:10:02: Okay sollen die auch noch zur sozialrechtlichen Beratung?

00:10:07: Müssen wir uns vielleicht die Geschwistern noch angucken soll als erstes ein Intelligenztest gemacht werden?

00:10:12: also da gibt es dann verschiedenste Möglichkeiten.

00:10:15: und dann ist es so wenn diese Diagnostikrunde vorbei ist machen wir Teambesprechungen wo wir dann nochmal sagen okay was haben wir herausgefunden, was steht auch im Vordergrund.

00:10:26: Manchmal ist es so dass dann alle sagen braucht Logo-PD, braucht Physiotherapie, braucht Tragotherapie aber wir dann halt einfach sehr gründlich auch die Ressourcen angucken.

00:10:35: Dann ist es immer ein großer Unterschied ob Eltern jetzt sage ich mal eine allein erziehende Mutter in der Prignitz lebt ohne Führerschein oder ob man jetzt hier in einer gut aufgestellten Familie in Potsdam lebt und Die Therapiepraxen sind schräg über die Straße, also da muss man dann einfach auch kreativ sein und überlegen gut vielleicht für die würde eher eine stationäre Rehabilitation passen einmal im Jahr.

00:11:00: Also man kann nicht alles über einen Kamm scheren sondern muss eigentlich sagen was ist das Wichtigste für das Kind?

00:11:08: Was braucht die Familie jetzt und wie kriegen wir das gemeinsam umgesetzt?

00:11:12: Das ist im Prinzip der Auftrag von uns.

00:11:15: interdisziplinär ambulanten Einrichtungen der Ärzte, Psychologen und Therapeuten gemeinsam Kinder untersuchen und behandeln.

00:11:23: Genau!

00:11:24: Und sie betrachten die Kinder dann auch.

00:11:28: nicht nur das Kind sondern auch sein Umfeld also die Familie, die Kita oder die Schule?

00:11:33: Also ich sage jetzt mal am Beispiel wenn ein kind ausgeprägte Konzentrationsstörung hat Das kann eben ganz viele verschiedene Ursachen haben davon dass das Kind klassischerweise Ein ADHS hat eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung.

00:11:48: Es kann aber auch sein, dass bei den Eltern gerade ein Scheidungskrieg tobt oder es könnte auch sein das das Kind einen Hirntumor hat der langsam vor sich hinwächst.

00:11:58: also es gibt immer sehr viele verschiedene Ursachen.

00:12:02: halt eben so im Sinne des biopsychosozialen Modells warum Kinder bestimmte Symptome zeigen muss man dann ausführlich die Anamnese erheben, also sich mit dem Kind unterhalten.

00:12:14: Die Eltern befragen das Kind körperlich untersuchen und dann halt wie so ein Puzzle alles zusammenlegen und sagen okay ich glaub am ehesten kommen diese Probleme wohl von daher oder da wie ich denke dass das die Ursache ist.

00:12:30: manchmal sind noch medizinische Untersuchungen notwendig Genau.

00:12:34: Und dann besprechen wir das in der Regel mit dem Kind und den Eltern oder dem Jugendlichen, und überlegen dann wie es weitergehen kann?

00:12:41: Ja, dieses Puzzle – das kann sehr bunt sein, denn es gibt sehr verschiedene oder sehr unterschiedliche Vorstellungsgründe im SPZ.

00:12:46: Sie hatten einige schon erwähnt.

00:12:49: Da geht es nicht nur um Autismus sondern um Sprachentwicklungsstörungen, motorische Entwicklungsverzügerung.

00:12:54: Sie haben ADHS erwähmt.

00:12:56: Da heißt es, dass etwa fünf Prozent aller Kinder diese Kriterien einer ADHS erfüllen.

00:13:02: Was ich auch bei der Vorbereitung der Folge gelesen hatte, das Jungen häufiger betroffen sind als Mädchen.

00:13:07: Können Sie das in Ihrer Praxis bestätigen?

00:13:10: Ja, das würde ich schon sagen die Jungen fallen halt ein bisschen eher durch die motorische Unruhe und auch die Impulsivität auf.

00:13:18: Gibt ja so verschiedene Symptome bei ADHS.

00:13:20: gibt er so ein ruhiges ADHS oder ein ADS ohne die Hyperaktivität.

00:13:27: Ja, uns kann man schon eher sehen aber es ist eh so dass Jungen auch motorisch aktiver und unruhiger sind als Mädchen.

00:13:33: gerade wenn wir sie in die Schule schicken wie ich somit sechs bis sieben Jahren ist halt der physiologische höchste Bewegungsdrang bei Kindern und den Jungen halt besonders.

00:13:45: manchmal muss man sich dann fragen ob unsere Schule ... Das ganz gut macht die Kinder auf den Stuhl zu setzen, wenn sie sich eigentlich viel bewegen möchten.

00:13:53: Nein aber das ist schon richtig.

00:13:54: also wir sehen dass schon ein bisschen da gibt es eine Junglastigkeit genau.

00:13:58: Nun liegt ja meine Kind halt auch schon ein bißchen zurück.

00:14:00: ich erinnere mich jetzt nicht mehr wie viele ich als kind als fünf sechsjähriger gesprochen habe.

00:14:05: dann müsste immer meine Eltern fragen kann mir die Antwort schon denken?

00:14:09: Viele Eltern beschäftigt ja auch die Sprache und es heißt, mit drei Jahren verfügen Kinder durchschnittlich bereits über achthundert bis eintausend Wörter.

00:14:19: Und bis zum Schuleintritt wächst dieser Wortschatz auf mehrere tausend Würter.

00:14:22: also da ist ja schon eine Entwicklung vorhanden.

00:14:25: Genau!

00:14:25: Auf jeden Fall!

00:14:26: Also der Spracherwab ist natürlich für uns auch ein sehr spannender Bereich und ganz wichtig ist natürlich immer erst mal wenn wir einen Kind mit dem Verdacht auf eine Sprachentwicklungsstörung vorgestellt bekommen kann das Kind überhaupt hören.

00:14:39: Wir sitzen hier gerade in unserer Pet-Audiologie, haben wir auch einen Pet-Audiologen und eine MTIF, die eine Audiometrie durchführt.

00:14:48: Erst mal wollen wir wissen, Kinder, die nicht gut sprechen können, haben vielleicht eine Hörstörung, die beseitigt werden kann.

00:14:56: Manchmal sammelt sich da so Flüssigkeit hinter dem Trommelfell, was man operativ beseitegen kann oder die Kinder haben vielleicht auch eine Schwierigkeit könnten zum Beispiel mit Hörgeräten versorgt werden.

00:15:06: Also das wurde immer erst mal in der ersten Runde von uns auch ausgeschlossen.

00:15:10: Spricht man da von diesem so genannten Trommel-August, oder ist das wieder etwas anderes?

00:15:13: Ja genau.

00:15:14: Auch ein August.

00:15:15: Genau.

00:15:16: Ich glaube wichtig zu betonen heute ist auch dass die frühe Diagnose und die Förderung eine große Rolle spielt denn gerade in den ersten Lebensjahren entwickelt sich ja das Gehirn besonders schnell.

00:15:27: Und da gibt es frühzeitige Unterstützung ihrerseits die dazu auch beitragen kann, dass Kinder ihre Fähigkeiten bestmöglich entfalten.

00:15:37: Genau also es ist natürlich wichtig, wenn wir sehen das ein Kind einen Entwicklungsproblem hat oder eine neurologische Erkrankung, die eben mit einer Entwicklungsstörung einhergeht dass man dann eben auch frühzeitig die Diagnose stellt und dann halt auch eine Förderung oder auch eine Therapie auf den Weg bringt.

00:15:58: Das ist richtig, also es ist sage ich mal sehr ungünstig wenn man jetzt erst bei einem vierjährigen Kind feststellt nochmal am Beispiel der Hörstörung das es nicht gut hören kann.

00:16:06: Das is ungünstig!

00:16:08: Es kann natürlich immer auch ne Aufholentwicklung geben, aber wir sehen natürlich auch bei Kindern die zum Beispiel nicht gut sprechen können.

00:16:16: Dass sie häufig auch Verhaltensauffälligkeiten zeigen weil es natürlich sehr frustrierend ist wenn die Geschwister oder die Kita Kinder in der Gruppe immer schneller die Sätze sprechen können bei einer Frage von der Erzieherin oder wenn man sich mit den Eltern unterhält als dass man das selber kann.

00:16:32: Das führt häufig dann auch zur Frustration.

00:16:34: also deshalb ist auf jeden Fall wichtig Diagnose früh steht und dann die Förderung und die Therapien auch früh starten können.

00:16:42: Und das unterscheidet einen SPZ, auch von einer normalen Kinderarztpraxis da eben bei Ihnen viele Fachrichtungen an einem Ort zusammenarbeiten?

00:16:50: Genau also wir bezeichnen uns schon als sogenannten High-Endversorger was das Thema so Entwicklung angeht.

00:16:58: Also natürlich ist es so dass erst mal ganz viel auch bei den niedergelassenen Pediatrinnen erfolgt Natürlich auch Verordnung von Logopädie.

00:17:07: Meistens werden die Kinder uns dann geschickt, wenn es halt doch eher komplex ist.

00:17:13: Wenn das Kind keine Fortschritte macht, wenn das Kind Rückschritten macht... ...wenn die Kinderärztinnen sich vielleicht auch irgendwie unsicher sind ob das Förderumfeld zu Hause wirklich gut genug ist um die Kinder zu begleiten, also so Schnittstelle dann auch zum Kinderschutz.

00:17:29: Das sind auch manchmal Fragestellungen weshalb Kinder dann auch bei uns vorgestellt werden.

00:17:33: Also ist das Kind quasi nicht gut entwickelt weil es zu Hause einfach gar nicht ein liebevolles förderliches Umfeld hat in dem es aufwachsen kann?

00:17:42: Ja, das wäre nämlich auch meine nächste Frage gewesen.

00:17:46: zwischen der Geburt und dem dritten Lebensjahr entstehen jede Sekunde... Auch das hatte ich im Vorfeld gelesen mehr als eine Million neue neuronale Verbindungen jeder Sekunde.

00:17:56: Das ist ja eine Zahl, die kann man sich gar nicht vorstellen.

00:17:59: und jetzt wieder aus der Sicht der Eltern.

00:18:01: Wann merkt denn Eltern das etwas in der Entwicklung ihres Kindes anders ist?

00:18:07: Ja, das ist sehr unterschiedlich.

00:18:09: also es gibt Eltern, die sehen ihr Neugeborenes an und wissen mit meinem Kind ist etwas nicht in Ordnung.

00:18:16: Es gibt aber auch Kinder wo das sehr lange dauert.

00:18:20: Also sag ich mal, wo das Kind vielleicht ein sehr ruhiges Kind ist und dann eigentlich erst als das Kind laufen soll oder sprechen lernen soll.

00:18:30: Dass es dann eigentlich erstmal auffällt, dass etwas auffällig ist.

00:18:33: Das würde ich sagen ganz unterschiedlich, wann Eltern auffält, dass was nicht in Ordnung ist.

00:18:40: Meistens ist es einfacher wenn man schon einen Kind hat, das sich normal entwickelt hat Das Kind irgendwie Kursons und Cousinen hat oder man im Freundeskreis schon Kinder hat mit einer altersgerechten Entwicklung, wo man dann das ganz gut vergleichen kann und sagen kann, aha.

00:18:56: Wobei auch da immer wieder gesagt werden muss sie hatten es am Anfang gesagt, Entwicklung ist... zum Teil sehr variabel, also am Beispiel laufen lernen.

00:19:04: Es gibt ja Kinder die laufen frei mit neun Monaten und wir sagen so dass es bis achtzehn Monate sollte das Kind freilaufen gelernt haben.

00:19:12: Also wenn sie sich vorstellen Sie sind in so einer Elterngruppe Ihr Kind gehört zu denen die erst mit achtzehnten Monaten laufen dann sitzen sie quasi zehn Monate neben anderen Müttern deren Kinder durch die Gegend laufen Und ihr Kind liegt da noch immer platsch am Boden.

00:19:27: kann dann schon auch stressig sein, das auszuhalten.

00:19:30: Aber es ist eben noch physiologisch ja!

00:19:32: Also ich würde mir eher Gedanken machen mit meinem Kind mit achtzehn Monaten schon Autofährt.

00:19:36: Ja da stimmt.

00:19:37: Aber Scherz beiseite.

00:19:38: also wir sprechen heute auch über Entwicklungsschritte Sie haben das schon erwähnt laufen lernen wir reden auch übersprechen lernen wahrscheinlich auch über soziale Fähigkeiten die man entwickeln sollte.

00:19:48: Genau also soziale fähigkeiten lernt man natürlich erstmal zu Hause bei den Eltern oder in der Kernfamilie und sicherlich ist es so, dass ja jeder und jede von uns ein individuelles Temperament auch mitbringt.

00:20:05: Es gibt eben Kinder die sind einfach eher ruhig und es gibt sehr temperamentvolle Kinder und das Sozialverhalten das hängt Und es dann quasi entsteht in so einem ständigen Ping-Pong-Spiel zwischen dem eigenen Verhalten.

00:20:21: und wie geht mein Gegenüber auf meinen Verhalten ein?

00:20:24: Also ich fange an zu weinen, nimmt man mich auf den Arm tröstet man mich oder herrscht man mich an und sagt hör auf zu wein.

00:20:35: führen letztendlich dazu, dass Kinder halt lernen können.

00:20:39: Ich darf halt sauer sein und weinen... ich werde dann getröstet!

00:20:42: Ich kann lernen mich selber zu regulieren.

00:20:45: oder wenn Kinder zum Beispiel nur einschlafen, wenn sie geschaukelt werden?

00:20:49: Dann ist halt auch irgendwo klar Sie können eigentlich nicht gut lernen sich selber zu regulieren und alleine einzuschlaven weil sie eigentlich noch nie alleine irgendwo in Ihrem Bett eingeschlafen sind.

00:20:58: also das ist halt ein ständiges Ping-Pong Spiel.

00:21:04: Ja, das ist sicherlich auch sehr anspruchsvoll.

00:21:06: Weil wir ja alle keine ausgebildeten Erzieherinnen sind zum Beispiel oder Pädagogik studiert haben sondern Wir starten einfach mit unserem Kind und versuchen es bestmöglich zu machen.

00:21:19: Und wir erleben es besonders dann auch als schwierig wenn die Kinder eben etwas Mitbringen.

00:21:25: Zum Beispiel bei genetischen Symdrom gibt es schon Kinder Die eben auch ja sehr häufig Wutanfälle bekommen über die Norm häufig Wutanfälle.

00:21:34: Wo die Eltern eigentlich sehr verzweifelt sind, weil sie sich bei ihrem älteren Kind als Erziehungskompetent erlebt haben und dann feststellen, dass Sie da so wirklich scheitern und auch ratlos werden?

00:21:47: Und dann ist es manchmal eine Entlastung wenn wir sehen das Kind hat noch eine Entwicklungsstörung Wir machen hier unsere Diagnostik schließen noch eine genetische Diagnostic an können ein genetisches Symptom diagnostizieren und die Eltern dann beraten.

00:22:02: Und auch zum Beispiel sagen, gucken Sie mal da gibt es auch Selbsthilfegruppen und dann gehen die Eltern auf die Homepage oder vernetzen sich mit anderen Eltern und verstehen, oh!

00:22:11: Es ist einfach gar nicht unser Fehler gewesen.

00:22:13: Alle Kinder mit diesem genetischen Symptomen sind einfach extrem verhaltensauffällig, extrem unruhig.

00:22:18: sie haben Schlafprobleme.

00:22:20: Das führt dann häufig zu einer Entlastung, dass das dem Kind einfach so in die Wiege gelegt wurde.

00:22:27: Dass es eine zugrundelegende Erkrankung gibt, die eben auch diese Verhaltensauffälligkeiten macht.

00:22:33: Wie oft begegnen Sie den Eltern erziehungsberechtigten, die sich selbst Vorwürfe machen?

00:22:39: Also das ist sicherlich etwas, wenn's Probleme gibt mit der Entwicklung des Kindes und dem Verhalten... ist es, glaube ich schon so.

00:22:48: Dass der Großteil der Eltern sich dahinter fragt und überlegt was machen wir hier falsch wie können wir das halt irgendwie besser machen?

00:22:56: Und sicherlich auch Eltern sind ja letztendlich das Ergebnis einer Erziehung gewesen.

00:23:03: Ich persönlich gehe eigentlich immer davon aus dass alle Eltern wirklich ihr Bestes geben für ihr Kind Selbst wenn man sich im Kinderschutz bewegt.

00:23:15: Ich glaube, es gibt jetzt wenig Eltern, die wirklich planen ihrem Kind irgendwie etwas Schlechtes anzutun.

00:23:21: Es ist immer eher so dass Eltern selber eben auch keine schönen Erfahrungen in ihrer eigenen Kindheit gemacht waren, im Heim groß geworden sind mehrfach die Bezugsperson wechseln mussten und dann ist es einfach sehr schwer intuitiv bei dem eigenen Kindern das Richtige zu machen.

00:23:39: Liebe Frau Dr.

00:23:40: Dresmann, sind Entwicklungsverzögerungen denn immer dauerhaft?

00:23:45: Ne also wir erleben schon häufig auch zum Beispiel jetzt am Beispiel der Sprachentwicklungsschwörung dass doch viele Kinder auch durch Therapie und eine gute Sprachförderung im häuslichen Umfeld zu Hause dann hinterher einen normalen Sprachverhalten und normale Sprachfähigkeiten haben.

00:24:02: vielleicht gibt es an die ein oder andere die jetzt nicht unbedingt Germanistik studiert Aber ja, viele Entwicklungsverzögerungen sind hinterher auch nicht mehr vorhanden.

00:24:12: Es hängt halt immer davon ab, ob wir eine medizinische Ursache gefunden haben.

00:24:17: Also wenn das Kind zum Beispiel jetzt nicht altersentsprechend laufen lernt und wie dann z.B.

00:24:22: ne spastische Lähmung, also ne spastice Zerebralparise diagnostizieren die geht in der Regel zum Beispiel nicht weg Dann haben wir wirklich eine neurologische Erkrankung als Ursache für die Entwicklungs- verzögerung.

00:24:34: Und das ist halt ein irreversibler Schaden im Gehirn, den wir durch Therapien und Förderung in der Klinik verbessern können.

00:24:42: Aber der Schaden, der bleibt bestehen.

00:24:44: Dazu gibt es dann sogenannte Entwicklungstests also standardisierte Tests mit denen die Fähigkeiten wie die Sprache oder die Motorik geprüft werden?

00:24:52: Genau!

00:24:53: Also wenn man sich jetzt lange mit Entwicklungen beschäftigt bei Kindern würde ich mal sagen dass wir eigentlich alle hier im SPZ auch schon einen sehr guten Blick auf das Kind haben ohne die standardisierte Testung.

00:25:05: Also ich sehe zum Beispiel schon, wenn ich mit den Eltern spreche wir haben in allen Zimmern viel Spielmaterial dann seh' ich schon zum Beispiel jetzt bei einem dreijährigen Kind das mir vielleicht angemeldet wurde weil es den linken Arm nicht so gut bewegt und das linke Bein.

00:25:21: Wenn das dann auf dem Anmeldebogen steht, dann sehe ich schon wie kocht das Kind an meiner Kinderküche.

00:25:27: Serviert es mir mit beiden Händen irgendwie ein Teller oder vernachlässigt ist zum Beispiel eine Hand Oder zieht es das eine Bein nach?

00:25:36: Also vieles ist erst mal eigentlich auch in der klinischen Beobachtung.

00:25:39: Genau, und dann gibt es aber standardisierte Tests sowohl für die kognitiven Fähigkeiten... ...für die Sprachentwicklung, für die sozial-emotionale Entwicklung und für die Motorik.

00:25:50: Das erfolgt dann in der Regel eher bei den Therapeutinnen und Psychologinnen.

00:25:56: Und dann versuchen wir es hinterher wieder zusammenzuführen.

00:25:58: Gibt's ne Ursache für diese Probleme oder...?

00:26:02: ist es vielleicht auch nur eine Entwicklungsverzögerung, die wieder durch eine Aufholentwicklung verschwinden kann.

00:26:08: Zusammenzuführen ist ein schönes Stichwort in diesem Zusammenhang.

00:26:11: Eine Freundin hat mir einen Zitat mitgegeben.

00:26:14: sie meinte zu mir Kinder entwickeln sich nicht wie nach einem Stundenplan sondern eher wie Blumen in einem Garten.

00:26:21: manche blühen früher andere später und trotzdem können sich alle gesund entwickeln.

00:26:26: Genau.

00:26:26: also Entwicklung is schon was sehr individuelles Was ich schön fand.

00:26:31: vorhin, haben sie das ja erzählt mit den Synapsen und der Myolinisierung.

00:26:35: Und ich glaube man kann es sich so vorstellen dass Trampelfade im Gehirn entstehen.

00:26:41: Das Tolle ist eigentlich, dass die lebenslang entstehen können.

00:26:44: Im Kindesalter sind sie besonders schnell getrampelt.

00:26:47: D.h.,

00:26:49: auch das was vielleicht nicht gut gelaufen ist jetzt auch wo man sagt, das war suboptimal für die Kindesentwicklung ein besseres Umfeld oder in dem Eltern sich wirklich auf den Weg machen, für das Kind bessere Lernen.

00:27:08: Umstände zu ermöglichen, dass quasi die Trampelfade auch wieder neu getrampelt werden können und dass dann quasi halt auch Entwicklung zum Beispiel besser möglich ist.

00:27:17: Wir bieten jetzt noch mal zum Thema ADHS, bieten wir z.B.

00:27:21: auch Elternschulungen an wo Eltern dann einfach gezielt angeleitet werden.

00:27:25: Wie sollen sie denn mit dem Verhalten ihres Kindes umgehen, wenn das gerade ausflippt einen Wutanfall bekommt?

00:27:32: Und da gibt es dann einfach sehr gute Ratschläge und da weiß man halt auch, dass ... Wenn man dann eben zum Beispiel zu seinem Kind geht und sagt ich weiß, dass du wütend bist und ich verstehe dich auch, aber trotzdem können wir jetzt das und das grade mal nicht machen.

00:27:47: Dass z.B.

00:27:48: allein das Benennen der Gefühle uns Für das Kind ganz wichtig sind, das Kind versteht die Eltern sehen dass ich so sauer bin.

00:27:56: Ich darf hier auch sauer sein.

00:27:58: es wird mir gar nicht verboten ich darf das sein und meine Eltern helfen mir halt indem sie mich begleiten wieder aus diesem Putanfall irgendwie rauszukommen.

00:28:06: also das sind dann schon Maßnahmen wo eben durch die Unterstützung der Eltern hinterher ist dann auch dazu führt, dass das Kind vielleicht ja eine niedrigere Symptomlast hat oder besser einfach auch im Alltag klarkommt.

00:28:19: Ja also wir sprechen heute viel über Kinder aber die Eltern dürfen wir natürlich auch nicht aus dem Blick verlieren denn ein weiterer Schwerpunkt sozialpädiatrischer Arbeit ist ja die Begleitung von Familien und wenn ein kind besondere Unterstützung braucht betrifft es auch immer was umfällt Eltern Geschwister Kita oder Schule.

00:28:37: Und deswegen arbeiten sie auch im SPZ eben nicht nur medizinisch, sondern auch sozialmedizinisch

00:28:43: Genau.

00:28:43: also Ja die Elternarbeit ist etwas gerade wenn man jetzt hier Eltern wirklich über.

00:28:50: Ich verabschiede jetzt gerade so nach siebzehn Jahren meine ersten Patienten die ich hier in Potsdam kennengelernt habe und ja das ist einfach eine sehr lange Zeit.

00:29:00: Was ich immer ganz wichtig finde, gerade auch bei den Patientinnen und Patienten, die wirklich schwerstmehrfach behindert sind.

00:29:06: Dass sich wirklich sehr häufig auch den Hut zieht vor dem was Eltern leisten.

00:29:10: also wenn sie dann mit ihrer sechzehnjährigen Tochter mit einer Zerebralparise im Rollstuhl hier ankommen Die Kinder eigentlich immer tipptopp gepflegt sind schön angezogen sind ja Dann lobe ich die Eltern immer weil Ich weiß dahinter da steckt wirklich Also wirklich eine ganz starke körperliche Arbeit, aber auch wirklich eine psychoemotionale soziale Arbeit dem Kind gegenüber.

00:29:34: Erst mal leisten unsere Eltern für unsere Gesellschaft wirklich ganz enormes.

00:29:40: Sie pflegen vierundzwanzig Stunden und wenn sie Kinder mit schweren Verhaltensauffälligkeiten haben, also die Eltern sind teilweise sehr bewundernswert.

00:29:50: Und das was mich eigentlich immer auch sehr traurig macht Wir halt in Deutschland so ja schon ein sehr verseultes Antragswesen haben, weil also den Eltern steht dann auch im Sozialrecht einiges zu oder den Kindern.

00:30:05: Da beraten unsere Sozialpädagogen die Eltern diesbezüglich.

00:30:11: aber es ist leider jetzt nicht so dass das alles aus einer Hand ist.

00:30:14: Das sind verschiedene Töpfe und viele Eltern sagen eigentlich auch okay mit der Behinderung, das hatten wir uns natürlich wirklich anders vorgestellt.

00:30:23: Ich finde, viele Eltern schaffen es auch quasi so ihr Leben wirklich gut anzupassen.

00:30:28: Obwohl sie natürlich wir alle davon ausgehen dass wir irgendwie ein gesundes Kind bekommen und dann läuft das einfach mal so alles.

00:30:35: Aber diese ganzen Anträge des große Misstrauen was einem auch gerade von Krankenkassen Pflegekassen dem medizinischen Dienst leider häufig entgegenschlägt Ablehnungen Das ist schon etwas, was ich halt sehr traurig finde für die Eltern und wo wir auch versuchen, die Eltern bestmöglich zu unterstützen.

00:30:59: Arbeiten Sie denn auch mit Schulen?

00:31:01: Mit Kitas?

00:31:01: Mit Bildungseinrichtungen zusammen?

00:31:04: Genau!

00:31:04: Also wir sind ja sehr vernetzt mit den Lehrerinnen und Lehrern.

00:31:08: also es gibt ja an den Schulen auch SchulpsychologInnen, mit denen wir viel Zusammenarbeit mit den Sonderpädagoginnen.

00:31:15: Wir bieten dann häufig für die Einschulung so diesen medizinisch-psychologisch-therapeutischen Baustein.

00:31:22: Wir haben jetzt ja hier keine Lehrerin und Lehrer im SBZ, aber wir sprechen in der Regel mit den Sonderpädagoginnen oder unsere Befunde werden dann auch einbezogen in die Schulempfehlungen.

00:31:33: also welchen Lehrplan ein Kind lernen kann welche Unterstützung es in der Schule braucht, ob es eine Begleitung braucht.

00:31:42: Ob es einen speziellen Rollstuhl braucht.

00:31:43: also da werden wir einbezogen und sind aber von uns auch sehr umtriebig und aktiv weil das natürlich für uns ein sehr großes Anliegen ist dass Kinder möglichst gut in Kita und Schule auch zurechtkommen.

00:31:57: Was glauben Sie denn?

00:31:58: warum steigt denn der Bedarf an solchen Einrichtungen?

00:32:00: vielleicht auch?

00:32:01: Weil Entwicklungsstörungen inzwischen häufiger erkannt werden?

00:32:06: Genau, also es gibt sicherlich Themen wo die Gesellschaft insgesamt sensibler geworden ist.

00:32:11: Also ich sage jetzt mal beim Thema Autismus da muss sich schon sagen als ich so vor siebzehn Jahren hier angefangen habe, da gab's naja alle paar Wochenmal eine Anmeldung mit der Fragestellung könnte das Kind eine Autismus-Spektrumstörung haben.

00:32:25: Und das hat sich jetzt sehr verändert.

00:32:27: Das liegt aber zum Teil auch daran, glaube ich, dass insbesondere in der Kita die Erzieherinnen sehr viel sensibler sind und geschulter sind auf Fälligkeiten zu beobachten.

00:32:39: Genau!

00:32:42: Es werden dann entsprechende Berichte auch geschrieben, die für uns wichtig sind.

00:32:46: Auch in der Einschätzung und dann im Zusammenhang mit unserer klinischen Einschätzungen kommen wir dann in der Regel zu einem Ergebnis oder einer Diagnose-Stellung?

00:32:54: Ja also man kann den sozialpitheatrischen Zentren in ganz Deutschland nur danken.

00:32:58: es gibt Zahlen da heißt das bundesweit etwa dreihundertfünfzig tausend Kindern jugendliche pro Jahr betreut werden.

00:33:06: Das ist schon Wahnsinn!

00:33:07: Genau das ist richtig.

00:33:08: genau wie hier in Potsdam betreuen, glaube ich inzwischen ungefähr so dreitausend bis dreitausend fünfhundert Kinder.

00:33:15: Gibt es den Momente die sie besonders berühren?

00:33:19: Also zum einen ist es so dass sich natürlich jetzt meine ersten Patienten verabschiedet.

00:33:25: das ist schon für mich irgendwie berührend wenn man doch viele Jahre gemeinsam bewältigt hat.

00:33:33: Jetzt zb bei den Epilepsien über die haben wir heute noch nicht viel gesprochen.

00:33:37: da gibt es ja auch sehr schwer verlaufen der Epilepsin wo eigentlich dann auch nach, na ja ich sag mal im Zeitraum von zwei Jahren eigentlich klar wird das wird einfach eine Therapie schwierige Epilepsie bleiben.

00:33:50: Das Kind wird ja Entwicklungsrückschritte machen, das Kind wird keine normale Schule besuchen können oder nicht diesen Regellehrplan bewältigen können und das ist für mich schon dann irgendwie toll zu sehen dass obwohl das einfach wirklich schwierig ist Familien ist doch schaffen irgendwie auch eine gute Lebensqualität zu haben, obwohl sie ein Kind betreuen das viele Anfälle am Tag hat.

00:34:18: Dass die trotzdem in Urlaub fahren und da versuchen wir immer wieder kreativ zu sein in Angeboten, zu sagen okay was können ... Das is jetzt so!

00:34:27: Wir können das nicht ändern.

00:34:29: ja aber was können Sie für sich tun?

00:34:32: Und wie schaffen wir es dass sie auch nicht als Eltern alle Träume aufgeben sondern trotzdem berufstätig sind auch mal als Paar wegfahren, sich eine gute Zeit machen.

00:34:43: Wie können wir solche Sachen irgendwie bewerkstelligen?

00:34:45: Und da ziehe ich den Hut vor Eltern und das berührt mich schon wenn ich dann sehe ja dass die Eltern bei mir sind mehr erzählt so wie fahren jetzt nächste Woche nach Italien.

00:34:58: oder zum Beispiel neulich hat mir ein ehemaliger Patient geschrieben der ist jetzt irgendwie sechsundzwanzig dort im Jugendlichen Alter in der Epilepsie entwickelt hat mir durch meine Postgarte geschrieben, ich wollte mich irgendwie noch mal bedanken.

00:35:10: Sie haben echt immer an mich geglaubt und ich hab Politik studiert und ich habe einen tollen Job und ich hatte jede Nacht einen Anfall.

00:35:17: Aber vielen Dank nochmal!

00:35:19: Ich bin trotz meiner Epilepsie ein echt zufriedener Mensch.

00:35:23: ja also das ist glaube ich so ein bisschen der Auftrag.

00:35:26: Ja ich glaube dass macht Ihren Beruf auch besonders auch mal positives Feedback gute Rückmeldungen zu erhalten

00:35:32: Genau.

00:35:33: In der Regel erlebe ich das schon sehr häufig, dass die Eltern... Also ich glaube sie kommen eben mit diesen großen Ängsten hierher.

00:35:39: aber in der Regel wenn wir uns dann hier alle kennengelernt haben und eigentlich nicht klar ist, dass wir das Kind jetzt wieder in die alleinige Behandlung des Kinderarztes oder der Kinderärztin zurück schicken weil es vielleicht doch nur ein kleines Problem war.

00:35:51: Das gibt es auch, das ist aber eher selten.

00:35:54: meistens ist es doch so, dass begleiten und dann aber immer auch, also es gibt keine Pflichttermine im SPZ.

00:36:04: Das ist vielleicht auch noch wichtig.

00:36:06: Es muss niemand hierher kommen.

00:36:08: Es ist ein rein freiwilliges Angebot und im Prinzip ist es schon so dass wir bedarfsorientiert und Teilhabe orientiert arbeiten.

00:36:16: das heißt wenn die Eltern also Beispiel Wir haben die Intelligenzminderung diagnostiziert eine genetische Erkrankung als Ursache diagnostiziert.

00:36:26: Das Kind ist gut beschult, das Kind hat keine

00:36:28: Verhaltensprobleme."

00:36:30: Dann ist es auch manchmal so, dass wir uns angucken und sagen okay ... Wir beenden erst mal die Anbindung, wir laufen nicht weg, sie wissen, wir sind da oder die Eltern sagen nee, so einmal im Jahr möchte ich ein Update haben.

00:36:43: Und das ist auch ganz gut weil irgendwann geht's dann halt um Freizeitangebote, um Ablösungen vom Eltern aus, Irgendwann dann um den Übergang ins Erwachsenenalter, umwohnen.

00:36:55: Und das sind auch viele Themen ... Wenn einem klar ist okay mein Sohn hat oder meine Tochter hat eine Intelligenzminderung die wird wahrscheinlich später mal in einer behinderten WG oder so wohnen Dann ist es glaube ich in allen SBZ schon so dass wir einen großen Schatz an Wissen und Adressen haben und dass das dann eben für die Eltern auch beruhigend ist.

00:37:20: Manchmal ist es auch so, dass wir sagen, boah da hab ich ein Patient der hat dieselbe Diagnose, der war lange in der Einrichtung.

00:37:26: wenn sie möchten stelle ich ihnen einen Kontakt zu den Eltern her, dass Sie sich mal informieren wie die Eltern das da gefunden haben.

00:37:33: also Es gibt immer wieder Themen die dann nur neu aufploppen.

00:37:38: im Verlauf sind manchmal auch schmerzhafte Themen.

00:37:43: eben die Erkenntnis Was mache ich mit meinem Kind?

00:37:47: Ich werde selber wahrscheinlich vor meinem Kind irgendwann sterben.

00:37:50: Dann ist es abhängig von anderen, wie organisiere ich das?

00:37:54: Das sind Themen die auch Eltern schon sehr frühzeitig umtreiben.

00:37:59: Aber da versuchen wir eigentlich immer Mut zu machen und zu gucken, wie und wo das auch im Erwachsenenalter dann gut für das Kind weiter oder den jungen Erwachsenden dann weitergeht genau.

00:38:12: Wir

00:38:15: können ganz viel von Kindern laden, finde ich.

00:38:18: Überhaupt erst mal neugierig sein.

00:38:22: Jeden Menschen so annehmen wir es auf andere zugehen, spielerisch sein... Also mir fallen ganz viele tolle Sachen bei Kindern

00:38:32: ein.

00:38:32: Ja das ist schön dass ihnen das einfällt!

00:38:33: Ich glaube das fehlt vielen Erwachsenen irgendwann, dass wir diesen Blick zurück verloren haben.

00:38:40: Ich sag ja auch immer jeder ist selber auch mal ein Kind gewesen.

00:38:44: Also mir geht es zumindest so.

00:38:45: Wenn ich einen Spielplatz hier, eine Schaukel, irgendetwas zum Spielen, dann ertappe ich mich manchmal wenn da niemand in der Nähe ist dass sich auch mal kurz auf den Spielplatz gehe.

00:38:54: Ich finde das darf man als Erwachsener sollte eigentlich erwachsenen Spielplätze geben.

00:38:58: Sie

00:38:59: werden's nicht glauben?

00:38:59: Ich schaukel furchtbar gerne.

00:39:00: Ja!

00:39:01: Ich schauckele auch immer noch.

00:39:02: Sehen sie damit was gemeinsam.

00:39:04: Nicht nur das hoffentlich aber ich glaube das ist total wichtig für die Mentale, für die Psyche und für die Desi.

00:39:10: Jens auch als Erwachsener

00:39:11: Ja, absolut.

00:39:13: Hat denn die Arbeit mit Kindern auch ihren Blick auf das Leben insgesamt verändert?

00:39:19: Auf jeden Fall!

00:39:19: Also Kinder sind glaube ich so das Tollste und das Wichtigste halt im Leben, glaube ich der Familien.

00:39:30: aber natürlich ist Erziehung ein Kind zu begleiten eine wirklich unheimlich riesige Aufgabe.

00:39:38: ja also das kann man einfach gar nicht anders sagen.

00:39:43: Das ist glaube ich irgendwas, was man auch akzeptieren muss.

00:39:47: Dass man nicht perfekt sein muss.

00:39:49: Ja?

00:39:49: Dass wir alle ... Auch als Eltern Fehler machen und dass das total wichtig ist, dass Kinder erkennen, meine Eltern sind auch nicht perfekt.

00:40:00: Und dass man darüber spricht, dass man sagt Mensch, ich bin oft so ungeduldig, es tut mir halt wirklich leid oder das kann ich nicht gut.

00:40:07: Oder Ich bin jetzt einfach zu erschöpft!

00:40:09: Ich kann jetzt nicht mehr, ich brauche Zeit für mich.

00:40:13: Und da hab ich schon den Eindruck auch jetzt in den digitalen Zeiten, dass wahrscheinlich wenn man sich viel als junges Elternteil auf Social Media rumtreibt oder viel da guckt.

00:40:26: Dass man den Eindruck hat das läuft bei allen super alle Kinder sind toll entwickelt alle haben keine Probleme.

00:40:33: aber ich glaub Das ist halt einfach Quatsch.

00:40:35: Ich glaube es gibt kein Elterntal was nicht sagt ich bin wirklich an Grenzen gestoßen.

00:40:41: Ich musste mich da entweder mit meinen Freunden wirklich austauschen, wie ich damit umgehe oder ich bin doch auch in eine Familienberatungsstelle gegangen.

00:40:48: Ich habe mir Hilfe geholt weil... ...ich bin da irgendwie einfach nicht klar gekommen und ja also Kinder wirklich gesagt.

00:40:56: Also ich finde es ist somit das Schönste was einem im Leben passieren kann aber es ist eben auch mit vielen Sorgen Und mit Ängsten die man eben vorher überhaupt nicht gekannt hat einhergehen, dass halt irgendwas dem Kind Schlimmes passieren kann oder das es eine schlimme Erkrankung hat.

00:41:10: Und ja da gibt es eben die beiden Seiten.

00:41:15: aber ich würde sagen im Großen und Ganzen schaffen ist doch eigentlich alle Familien das auch als absolute Bereicherung im Leben irgendwie zu sehen.

00:41:23: Nun sind wir fast schon am Ende der heutigen Folge angekommen.

00:41:26: mich interessiert noch liebe Frau Dr.

00:41:27: Dresmann was sie den Eltern mit auf den Weg geben

00:41:31: möchten?

00:41:33: Also den Eltern möchten wir immer mit auf den Weg geben, dass eigentlich alles zu schaffen ist.

00:41:39: Dass sie nicht aufgegeben sollen.

00:41:41: Ja?

00:41:41: Das ... das es wichtig ist, dass Sie wirklich auch einen positiven Blick auf Ihr Kind haben und ja, dass sie auch wenn es irgendwie schwierig ist Mitunterstützung da ein guter Weg finden ihr Kind zu fördern, ihr Kind so begleiten Und aber natürlich auch, dass Eltern eben auch Zeit für sich brauchen.

00:42:01: also ich sag immer was wir machen Wir als Fachpersonal, wir laufen Marathon.

00:42:08: Wir sind keine Sprinter nur manchmal wenn es ganz schlimm grad ist aber sonst sind wir eher Kategorie Marathon und unsere Eltern die laufen auch Marathon.

00:42:16: also wenn wir hier eine Diagnose stellen dann sagen wir auch häufig Das geht halt jetzt nicht weg.

00:42:22: was gibt's bei ihnen?

00:42:23: haben sie Großeltern haben Sie noch Tanten und Onkels von dem Kind?

00:42:29: also ich habe zum Beispiel einen inzwischen Erwachsenen Patient mit Risumie einzwanzig, der ist immer einmal im Monat.

00:42:35: Inzwischen bei seiner auch eher hochbetagten Großmutter, die geht mit dem immer noch in die inklusive Disco.

00:42:42: Das rührt mich ganz besonders genau und ich glaube das ist dann auch ganz wichtig dass man wirklich versucht zu sagen gibt ja irgendwie dieses afrikanische Sprichwort einer Kind um ein Kind großzusehen braucht es ein ganzes Dorf.

00:42:56: da sind wir hier mit unserer klassischen Kleinfamilie in Deutschland nicht so gut aufgestellt.

00:43:01: Also ich glaube grad, wenn es ein größeres gesundheitliches Entwicklungsproblem gibt ist es wirklich gut zu gucken.

00:43:07: wen gibt es im Umfeld?

00:43:09: wer hat Lust mitzumachen?

00:43:10: Wer hat auch Lust Zeit mit dem Kind zu verbringen Auch wenn's nicht einfach ist allein damit die Eltern auch immer wieder Kraft shopfen können und Lust auf ihr Kind haben mit dem was zu unternehmen und das zu begleiten.

00:43:21: Ja Ich darf mich bei ihnen bedanken liebe Frau Dr.

00:43:24: Dresmann für ihren Einblick Das war ein sehr spannender Einblick in die Arbeit eines sozialpädiatrischen Zentrums und auch für die wichtige Botschaft, dass jedes Kind ja auch seinen eigenen Entwicklungsweg hat.

00:43:36: Und Sozialpädatrie eben auch bedeutet vor allem das Kinder in ihrer Entwicklung gestärkt werden, Familien auf diesem Weg begleitet werden.

00:43:44: Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat dann abonnieren Sie gerne unseren Podcast Kassak und Köpfe und empfehlen ihn gerne weiter denn sie wissen ja hinter jedem Kassack steckt ein Kopf und hinter jeder medizinischen Entscheidung Mensch und in diesem Sinne bis zur nächsten Folge von Kassak und Köpfe.

00:44:02: Das war Kassack und Köpf, der Podcast aus dem Klinikum Ernst von Bergmann!

00:44:09: Alle Infos zu dieser Folge auf www.klinikumevb.de.

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